Im folgenden Artikel erkläre ich nun wie man seine Firewall am DSL – Router optimal einstellt beziehungsweise diese konfiguriert. Jedoch möchte ich vorher noch einige Worte loswerden, die den Sinn und einige Fachbegriffe erläutert. Jeder DSL – Router erhält vom Internetserviceprovider bei seiner Verbindung in das Internet eine eigene IP-Adresse. Diese Adresse ist vergleichbar mit einer Hausnummer. Wenn sie sich ein Paket per Post zuschicken lassen, dann benötigt der Postbote dieser Hausnummer um das Paket auch an die richtige Adresse auszuliefern. Nicht anders verhält es sich bei den IP-Adressen. Wenn Sie im Internet surfen dann werden so genannte Pakete zwischen Ihrem Computer, dem DSL – Router und dem Internetserviceprovider beziehungsweise dem Webhostingsprovider hin und her geschickt. Damit nun jedes Gerät weis, von wo die Pakete kommen und wo sie hin müssen, wird jedem Paket die IP-Adresse beigepackt. So lassen sich die einzelnen Pakete eindeutig identifizieren. Die Ports sind vergleichbar mit den Türen und Fenstern eines Hauses, über die Sie das Haus betreten oder verlassen können. Je mehr Türen und Fenster sie haben desto schwieriger wird es, zu kontrollieren, wer in das Haus hinein geht oder herauskommt. Bei unserem DSL – Router ist dies nicht anders. Allerdings kann so ein DSL-Router auf 65.535 Ports kommunizieren, hat also so viele Türen und Fenster. Aus diesem Grunde sollte man versuchen, die Möglichkeiten das Haus zu betreten oder zu verlassen so gering wie möglich zu halten. Man kann die Anzahl der Ports getrost gering halten, da sonst im Internet nicht alle Ports gleichzeitig benötigt werden. Im Endeffekt sind es gerade einmal 5 bis zu 12 Ports, die zum Surfen im Internet benötigt werden. Einige der wichtigsten Ports sind der HTTP-Port, der HTTPs-Port, der FTP und der FTPs sowie der DNS-Port. Um E-Mails abzurufen oder verschicken zu können, benötigen Sie noch den POP3-Port und den SMTP-Port. Alle anderen Ports können für die Kommunikation gesperrt beziehungsweise bei Bedarf einzeln freigeschaltet werden. Um nun Türen und Fenster zu schließen, benötigen wir eine Firewall. Mithilfe dieser Firewall werden alle unnötigen Fenster und Türen geschlossen, so dass keiner aus dem Internet über diese offenen Ports mit dem Router beziehungsweise Ihrem Computer kommunizieren kann. Somit verringern Sie das Risiko auf ein Minimum. Zur Konfiguration rufen Sie bitte die Konfigurationsoberfläche ihres Routers auf. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Einige Geräte verfügen über eine eigene Software, die auf Ihrem Computer installiert werden muss. Andere wiederum benötigen nur einen Browser, in denen sie die IP-Adresse Ihres Routers aufrufen müssen. Eingehende und Ausgehende Dienste Auch hier verhält es sich so, dass bei einigen Routern diese Oberkategorie der Dienste anders heißen kann. Unter ausgehenden Diensten versteht man in unserem Beispiel die Dienste, die vom lokalen Computer oder dem lokalen Netzwerk auf das Internet über den DSL-Router zuzugreifen versuchen. Demnach sind die eingehenden Dienste die, die vom Internet aus auf den lokalen Computer oder dem lokalem Netzwerk zugreifen. In unserem Beispiel verwenden wir einen DSL-Router der Firma NETGEAR des Typs DG834B, der über einen Browser konfiguriert wird. Um die Firewall-Regeln zu bearbeiten, klicken ich auf den Menüpunkt Firewall-Regeln (kann von Gerät zu Gerät abweichen oder sich unter anderen Menüs verstecken). Sollten Sie den Menüpunkt Firewall-Regeln aufgerufen haben, so suchen sie die Option zur Einstellung der eingehenden Dienste beziehungsweise Ports. Fast jedes Gerät verwendet für diesen Begriff einen anderen Ausdruck. Lesen sie gegebenenfalls im Handbuch nach, unter welchen Menüpunkt sich die Option zur Einstellung der eingehenden Dienste befindet.  |
Wie sie im obigen Bild sehen können, habe ich bereits einige Ports zur Kommunikation für das Internet freigegeben. Zu sehen sind, wie schon oben erwähnt, die wichtigsten Standard-Ports, die zur Kommunikation und zum Surfen im Internet notwendig sind. Zusätzlich sind die Ports für TeamSpeak, Skype und für das Spiel Call of Duty freigegeben. Diese Ports habe ich als Beispiel freigegeben, damit sie sehen können, dass auch eine gut konfigurierte Firewall ihnen nicht den Spaß am Spielen oder kommunizieren mit ihren Freunden oder Bekannten nehmen muß. In unserem Beispiel werden die Ports als Dienstname beschrieben. Diese können, vom Router abhängig, unter einem bestimmten Menü von ihnen frei definiert werden. Hierzu kommen wir später. Bei einigen Routern steht an statt des Dienstenamens eine Zahl. - nächste Seite - DSL-Router - welche Ports sollten in der Firewall frei geschaltet werden! |