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 Holger Külgen

Letzte Änderung:

Mittwoch, 8. Februar 2012 

Festplatten richtig partitionieren

Sparen Sie sich Zeit, Streß und womöglich Geld, in dem Sie Ihre Festplatte richtig aufteilen

Wenn man sich einen Computer kauft, besitzt die Festplatten, egal in welcher Größe, zumeist nur eine Partition. Das sieht man daran, daß in der Arbeitsplatzumgebung nur der Laufwerksbuchstabe C: für Festplatten vergeben ist. Bei den heutigen Festplattengrößen macht dies jedoch keinen Sinn. Wir gehen in diesem Beispiel von einer Festplatte (HDD) mit einer Speicherkapazität von 80 GByte aus. Besitzen Sie nur eine Partition, also nur das Laufwerk C:, so befindet sich alles auf diesem Laufwerk.

 

Auf dieser Partition befinden sich dann Betriebssystem, die installierten Programme und die eigenen Daten. Gerade bei den Daten wird es sensibel. Sollte Ihr Betriebssystem einmal ins wanken geraten oder gar nicht mehr startfähig sein, wird es schwer, Ihre Daten zu erhalten. Gewiß können die Daten noch gerettet werden, jedoch ist dies zumeist ein schwieriges bzw. zeitintensives unterfangen. Immer wieder wird man von unerfahrenen Benutzern, wie Bekannte und Kunden, gebeten, die Daten für Sie zu retten und das Betriebssystem herzustellen.

 

Man kann sich einiges an Zeit ersparen, wenn man von vornherein die Festplatte richtig partitioniert und die Daten auf eine andere Partition auslagert. Was dies im einzelnen bedeutet und wie man dies am besten anstellt, daß klären wir in diesem Artikel.

 

 

Eine Festplatte, eine Partition!

Als erstes gehen wir wieder von unserem Beispiel aus, einer 80 GByte - Festplatte, welche nur eine Partition enthält. Damit man sich das ganze etwas leichter vorstellen kann, betrachten wir die untere Tabelle einmal als Festplatte. Dabei symbolisiert der schwarze Rahmen die Festplatte und die graue Fläche die Speicherkapazität und die Partition. Wie Sie nun sehen können, ist alles grau und die gesamte Festplatte enthält nur eine Partition, nämlich die Partition C:.

 

 

Nur eine Partition mit Betriebssystem als Laufwerk C:

Betriebssystem (Windows *), Programme und Daten

 

 

Diese Konstellation ist äußerst ungünstig. Geschieht etwas am Betriebssystem, so kann es sein, daß alle Daten verloren gehen. Ein weiterer Grund für diese schlechte Konstellation ist, daß auf dieser Partition die Daten sehr schnell fragmentieren (durcheinander geschrieben werden).

 

 

Die bessere Lösung!

In der nächsten Tabelle sehen Sie nun, daß wir die Festplatte in zwei Partitionen unterteilt haben. Auf dem Laufwerk C: (hellgrau) befinden sich das Betriebssystem und die installierten Programme und auf dem Laufwerk E: (orange) befinden sich Ihre Daten. Sollten Sie nun Probleme mit Ihrem Betriebssystem haben, so brauchen Sie sich um Ihre Daten keine sorgen zu machen, da im Falle einer Neuinstallation Ihres Betriebssystems Ihre Daten in jedem Falle erhalten blieben.

 

Erste Partition mit Betriebssystem als Laufwerk C:

Betriebssystem (Windows *) + Programme

Zweite Partition mit Daten als z.B. Laufwerk E:

Eigene Dateien und zum Beispiel die Outlook.pst - Datei.

 

Die optimale Partitionierung!

Eine optimale Partitionierung für Ihre Festplatte müssen Sie für sich selbst finden. Im nächsten Beispiel geben ich Ihnen einen Überblick, wie man eine Festplatte mindestens partitionieren sollte, um das Optimum an Sicherheit, Navigierbarkeit und zum Schutz vor Fragmentierung zu erreichen.

 

Erste Partition mit Betriebssystem als Laufwerk C: - Betriebssystem (z.B. Windows *) + Programme

Zweite Partition mit Daten als z.B. Laufwerk E: - Eigene Dateien und zum Beispiel die Outlook.pst - Datei.

Dritte Partition mit sonstige Daten, z. B. Dateien, die man gedownloadet hat, Archivdateien usw.

Vierte Partition - diese sollte man sich für Backups reservieren.

 

Welchen Sinn macht diese Aufteilung!

Was möchte man mit dieser Aufteilung / Partitionierung für sich erreichen? Diese Frage sollte man sich in jedem Falle stellen. Für ist diese Aufteilung schon annähernd optimal. Auf der ersten Partition liegt das Betriebssystem mit allen installierten Programmen. Von dieser lege ich mir eine Festplattenimage an und sichere dieses auf die Partition für die Backups. Auf der zweiten Partition befinden sich meine Daten, welche ich so vom Betriebssystem verhalte und diese im Falle eines Falles nicht gefährde. Damit die Masse an Daten und die Übersichtlichkeit nicht leidet, trenne ich gedownloadete Dateien und sonstige Dateien von meinen eigentlichen Daten. Damit behält man leicht die Übersicht über seinen Datenbestand.

Sollte nun mein Betriebssystem aus irgendeinem Grunde nicht mehr seinen Dienst verrichten wollen, so spiele ich das Backup bzw. das Festplattenimage von der vierten Partition zurück und ich habe in wenigen Minuten wieder ein funktionierendes Betriebssystem mit allem, was ich an Programmen und aktuellen Daten benötige.

 

Wer schon einmal sein Betriebssystem neu installiert hat....

der weiß, wie lange es dauern kann, bis man wieder alles so hat, wie man es möchte. Dies kann bis zu mehreren Stunden und sogar Tagen dauern. Gerade hier kommt Ihnen dann eine gescheite und sinnvolle Partitionierung zu Gute. Jedoch spielt hier dann auch eine Sicherung des eigenen Betriebssystems eine große Rolle. Für eine Wiederherstellung des Betriebssystem mit allem Programmen benötigt man dann ca. 15 - 20 Minuten. ...und hat das einen Sinn. Ja, das hat es.

 

 

Weiter nützliche Informationen rund um den Computer und Windows

[ - Master Boot Record ]
[ Festplattenimage - Festplatte sichern ]
[ Partitionierungsprogramme ]
[ Festplatte partitionieren ]
[ Festplatte partitionieren S.2 ]
[ Aktive Partition ]
[ Festplatte löschen ]
[ Festplatte löschen durch zerstören ]
[ Festplatten löschen mit Programmen ]
[ Festplatte formatieren ]
[ Festplatte formatieren mit DOS oder Windows 95 und 98 ]
[ Festplatte formatieren mit dem Betriebssystem Windows 2000 oder Windows XP ]

 

 

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