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 Holger Külgen

Letzte Änderung:

Montag, 6. Februar 2012 

Wie groß sollten die jeweiligen Partitionen sein und welche Partitionierung ist die sinnvollste

Vorab sei gesagt: Eine sinnvolle Partitionierung hängt vom jeweiligen Benutzer und von seinen Bedürfnissen ab!

Jeder Benutzer hat andere Bedürfnisse und Anforderungen an die Festplattenaufteilung. Nicht jeder Benutzer findet es übersichtlich, wenn eine Festplatte in verschiedenen Partitionen aufgeteilt ist. Einige mögen es sogar verwirrend finden und kommen mit der Vielzahl an Laufwerken bzw. Laufwerksbuchstaben nicht so gut zurecht, als wenn sich alle Daten auf einer Partition befinden.

 

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Die hier gemachten Angaben sollten daher als eine Richtlinie beachtet werden, die jeder Benutzer seinen Bedürfnissen selbst anpassen sollte. Auch benötigt nicht jeder Benutzer alle Partitionen und kann daher ohne Probleme diese herausnehmen.

 

Ich möchte mit dieser Darstellung nur zeigen, wie man das Optimum an Sicherheit für Ihre Daten, Ihr Betriebssystem und zum Schutz vor zu starker Datenfragmentierung erreicht. Auch ist diese Art der Darstellung eher etwas für Privatanwender und nicht für Serversysteme gedacht, da diese in der Regel andere Ansprüche haben. Für kleinere Serversysteme kann diese Art der Partitionierung jedoch interessant sein. Auch sollte man beachten, daß es sich hier um nur eine Festplatte handelt und sich diese nicht im RAID-Verbund befindet.

 

In unserem Beispiel gehen wir wieder von unserer Festplatte mit einer Speicherkapazität von 80 GByte aus, auf dem sich das Betriebssystem Windows 2000™ oder Windows XP™ von Microsoft™ befindet. Der schwarze Rahmen der unteren Tabelle stellt dabei die Festplatte da und die farblichen Hinterlegungen die einzelnen Partitionen.

 

 

Erste Partition: Betriebssystem (Windows 2000™ oder Windows XP™) + Programme

Empfohlene Größe: 10 - 15 GByte

Partitionsname: SYSTEM

Zweite Partition: Auslagerungsdatei von Windows

Empfohlene Größe: 1 bis 2 GByte

Partitionsname: AUSLAGERUNGSDATEI oder SWAP

Dritte Partition: Eigene Dateien

Empfohlene Größe: 10 - 20 GByte

Partitionsname: DATEN, EIGENE DATEIEN oder PRIVATE DATEN

Vierte Partition: Sonstige Daten und Dateien

Empfohlene Größe: 10 - 20 GByte

Partitionsname: SONSTIGE DATEN oder SONSTIGE DATEIEN

Fünfte Partition: für Backups / Datensicherungen

Empfohlene Größe: 20 - 50 GByte

Partitionsname: BACKUPS oder DATENSICHERUNGEN

 

Warum das Ganze?

Nun erst einmal sollte man sich im Klaren darüber sein, was passieren kann, wenn Daten verloren gehen, bei Bedarf von relevanten Daten erst lange gesucht werden muß oder Ihr Betriebssystem den Dienstverweigert, obwohl Sie gerade jetzt und schnell Ihre Daten benötigen! Zumeist reagieren Benutzer verärgert und gestreßt auf solche Situationen und schieben es dem Computer in die Schuhe. Dieser kann aber zumeist nichts dafür, schließlich macht der Computer ja nur das, was man ihm sagt oder mit ihm gemacht hat! In solch einem Fall hätten Sie halt besser auf Ihre Daten achten sollen.

 

Aus diesem Grunde habe ich die Partitionen so aufgeteilt!

Die erste Partition enthält das Betriebssystem und die installierten Programme. Bei Bedarf und einem Festplattenimage von der ersten Partition, kann man sein Betriebssystem in wenigen Minuten wieder herstellen.

 

Bei der zweiten Partition handelt es sich um ein reines Laufwerk, das nur die Auslagerungsdatei von Windows™ enthält. Hierfür gibt es zwei Gründe! Da Betriebssysteme gerne die Daten dort hin schreiben, wo gerade freier Speicherplatz zu Verfügung steht, können Daten schnell fragmentieren. Dies kann auch mit der Auslagerungsdatei von Windows™ geschehen. Je zersplitterter die Auslagerungsdatei auf der Festplatte liegt, desto höher ist die Performance - Einbusse beim Zugriff durch das Betriebssystem auf die Auslagerungsdatei.

Als zweiter Grund wäre hier die Größe der Auslagerungsdatei. Diese wird für ein Backup bzw. ein Festplattenimage nicht wirklich benötigt und nimmt so nur Speicherplatz weg bzw. vergrößert das Festplattenimage. Aus diesen Gründen ist es schon mal sinnvoll, diese Datei auf eine eigene Partition auszulagern.

 

Die dritte Partition sollte nur Ihre “Eigene Dateien” beinhalten. Hiermit sind für Sie immer relevante Daten gemeint, wie Briefe, Bilder oder Ihre Lieblingslieder. Befinden sich diese immer auf einer eigenen Partition, können Sie sich im Bedarfsfall viel Sucharbeit sparen. Zudem lassen sich so Ihre relevanten Daten leicht verwalten und Sie können mit leichten Mitteln schnell eine Datensicherung anlegen.

 

Auf die vierte Partition können Sie alle sonstigen Daten ablegen, die nicht so relevant für Sie sind. Zum Beispiel können Sie hier wunderbar Dateien oder Programme speichern, die Sie aus dem Internet herunter geladen haben. Erst, wenn diese relevant für Sie werden, können oder sollten Sie diese auf die Partitionen mit Ihre eigene Dateien verschieben.

 

Die fünfte Partition ist eigentlich selbsterklärend. Hier gehören alle Datensicherungen, Backups und Festplattenimages hin. Geben Sie dieser Partition genügend Speicherplatz, damit auch alle Sicherungen darauf passen. Ein Festplattenimage, welches das Betriebssystem und Programmen beinhaltet, kann schnell auf 2-7 GByte anwachsen. Ab und an sollten Sie diese Partition aufräumen und nicht mehr benötigte Backups löschen. So ersparen Sie sich später zeitaufwendige und nervenraubende Arbeit.

 

 

Weiter nützliche Informationen rund um den Computer und Windows

[ - Master Boot Record ]
[ Festplattenimage - Festplatte sichern ]
[ Partitionierungsprogramme ]
[ Festplatte partitionieren ]
[ Festplatte partitionieren S.2 ]
[ Aktive Partition ]
[ Festplatte löschen ]
[ Festplatte löschen durch zerstören ]
[ Festplatten löschen mit Programmen ]
[ Festplatte formatieren ]
[ Festplatte formatieren mit DOS oder Windows 95 und 98 ]
[ Festplatte formatieren mit dem Betriebssystem Windows 2000 oder Windows XP ]

 

 

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