Die Abkürzung IRQ steht für den englischen Ausdruck "Interrupt Request" und bedeutet im deutschen "Unterbrechungsaufforderung". Löst irgendeine Hard- oder Software einen Interrupt aus, also stellt eine Unterbrechungsanfrage, so wird dieser direkt an den Prozessor (CPU - Central Processing Unit) weitergeleitet. Der Prozessor unterbricht seine aktuellen Rechenoperationen für einen Taktzyklus, speichert seinen aktuellen Inhalt, und verarbeitet dann die Unterbrechungsanfrage. Somit kann sichergestellt werden, das alle Geräte, bzw. laufende Softwareanfragen, nacheinander abgearbeitet werden. Laufen gerade wichtige Prozesse oder Anwendungen, so kann es sein, daß es einige Zeit dauert, bis die Unterbrechungsanfrage ausgeführt wird. Dumm an der ganzen Sache mit den IRQs ist und bleibt, das es nur 16 davon gibt (die Null zählt mit) und diese noch nicht einmal alle verwendet werden können. Bei manchen Rechnern könnte dies schon mal zu Engpässen führen. Zwar ist es modernen Computersystemen und Betriebssystemen möglich, IRQs doppelt zu belegen, kann aber unter Umständen trotzdem zu Engpässen führen. Standardmäßige Belegung der IRQs IRQ | Geräte | 0 | Mainboard - Timer, Zeitgeber | 1 | Mainboard - Tastatur | 2 | frei oder umgeleitet (meist mit IRQ 9) | 3 | serielle Schnittstelle - COM 2 | 4 | serielle Schnittstelle - COM 1 | 5 | parallele Schnittstelle - LPT 2 | 6 | Diskettenlaufwerks - Controller | 7 | parallele Schnittstelle - LPT 1 | 8 | Mainboard - Echtzeituhr | 9 | frei, umgeleitet (IRQ 2) oder SCSI - Controller | 10 | frei | 11 | frei | 12 | frei oder Maus - Port, PS/2-Maus | 13 | mathematischer Coprozessor oder frei | 14 | erster Festplattencontroller IDE / EIDE | 15 | zweiter Festplattencontroller IDE / EIDE |
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