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Die auf einer Festplatte befindlichen Dateien können schnell fragmentieren und somit den Computer beim Lesezugriff und Schreibzugriff verlangsamen. Man hat dann das Gefühl, daß der Computer träge ist und Programme langsamer öffnet als vorher.
Was ist die Fragmentierung!
Um es einmal kurz und verständlich zu erklären, bediene wir uns eines Beispiels. Sie haben einen Aktenordner ohne Inhalt. Wenn Sie ihn aufschlagen, sehen Sie nichts außer die Innenseite der Aktendeckel. Nun fangen Sie an, Papiere, Briefe und Notizen unsortiert in diesem einzuheften. Mit der Zeit wird der Ordner immer voller und unübersichtlicher. Wenn Sie jetzt zu einem bestimmten Brief einen zweiten dazu heften möchten, benötigen Sie Zeit, um diesen Brief auch zu finden. Da Sie den Brief nicht auf Anhieb finden, heften Sei diesen Brief einfach oben ein. Darauf kommen wieder weitere Notizen, Briefe usw. Ihr Ordner fängt somit an, zu fragmentieren. Um jetzt ganze Vorgänge nach zu verfolgen, benötigen Sie Unmengen an Zeit, Ihr Lesezugriff ist somit eingeschränkt und verlangsamt.
Nicht anders ist es mit Ihrer Festplatte und Ihrem Betriebssystem. Werden Datengespeichert, schreibt das Betriebssystem die Daten dort hin, wo gerade freier Speicherplatz ist. Mit der Zeit füllt sich die Festplatte und die Daten stehen verstreut auf Ihrer Festplatte. Da über die Zeit nicht alle Daten auf Dauer benötigt werden, werden ab und an auch Dateien verschoben oder gelöscht. An der Stelle der verschobenen oder gelöschten Daten entsteht freier Speicherplatz, den das Betriebssystem bei der nächsten Speicherung von Daten ausnutzt. Somit kann es sogar vorkommen, daß größere Dateien gesplittet werden und verstreute Inhalte sich auf der Festplatte befinden. Dies geschieht auch mit installierten Programmen, mit der Auslagerungsdatei von Windows, mit Filmen, Musikdateien usw. Je stärker eine Festplatte fragmentiert, desto langsamer wird der Zugriff für Lese- und Schreibvorgänge. Das Betriebssystem und Programme wirken langsam und träge.
Wie man den Umstand der Fragmentierung beheben kann, daß wollen wir nun klären.
Die Betriebssysteme Windows 2000 und Windows XP bringen von zu Hause aus schon ein Boardmittel mit, um Festplatten zu defragmentieren. Das Programm bzw. die Konsole heißt typischer Weise “Defragmentierung”. Man kann die Konsole über verschiedene Wege erreichen. Man startet die Computerverwaltung oder gleich die Konsole zur Defragmentierung.
Start der Computerverwaltung:
Die Computerverwaltung wird über START / EINSTELLUNGEN / SYSTEMSTEUERUNG / VERWALTUNG und “Computerverwaltung” gestartet oder man klickt einmal mit der rechen Maustaste auf das Arbeitsplatzsymbol und wählt im aufgehendem Menü den Eintrag Verwaltung. In der Computerverwaltung selber wählt man dann den Eintrag “Defragmentierung”.
Start der Konsole Defragmentierung
Klicken Sie auf START / AUSFÜHREN und geben dort dfrg.msc ein. Dieser Weg ist der schnellste und es wird nur die Konsole für die Defragmentierung geöffnet.
Der Tipp:
Bevor Sie die Festplatte defragmentieren, sollten Sie nicht mehr benötigte Dateien von der Festplatte löschen oder verschieben. Nicht mehr benötigte Dateien sind zum Beispiel Dateien, die sich in den tmp-Ordnern oder temp-Ordner befinden. Diese können Sie getrost löschen.
Säubern Sie den InternetExplorer, in dem Sie den Cache löschen. Dieser kann, je nachdem wie er eingestellt ist, bis zu 2 GByte groß sein und viele Daten enthalten.
Die Auslagerungsdatei von Windows können Sie auch vorher optimieren. Dazu stellen Sie die Auslagerungsdatei auf ein Minimum ein und starten den PC neu. Nach dem Sie den PC neu gestartet haben, können Sie die Festplatte defragmentieren. Nach Abschluß der Defragmentierung stellen Sie den Wert wieder auf Ihre gewünschte Größe einstellen. Mit diesem Trick verhindern Sie, daß die Auslagerungsdatei sich über die ganze Festplatte verstreut und so langsam im Schreib- und Lesezugriff ist.
Nach dem Sie die Konsole gestartet haben, sehen Sie ein ähnliches Bild der Konsole. Ich habe hier schon einmal eine Überprüfung der Partition System (C:) durchgeführt. Mit diesem Punkt kommen wir auch gleich zu der ersten Schaltfläche, die Überprüfung.
Mit der Überprüfung können Sie schnell feststellen, ob die gewählte Partition bzw. Volume defragmentiert werden muß. Wählen Sie einen Eintrag aus und klicken auf Überprüfen. Nach einer kurzen Zeit erscheint das folgende oder so ähnliche Bild.
In diesem Falle haben wir schon erwähnt, das Volume System (C:) überprüft. In diesem Falle lautet das Ergebnis, daß dieses Volume (Partition) nicht defragmentiert werden muß. Dies bedeutet, das sich die Daten in noch einem annehmbaren Zustand befinden. Es ist jedoch nicht garantiert, daß sich die Fragmentierung im optimalen Zustand befinden. Sehen Sie sich die rot / blau / grüne und weiße Grafik (Geschätzte Datenträgerverwendung vor der Defragmentierung) an. Sollten hier für Ihre Ansicht zu viele rote Striche oder Felder erscheinen, so können Sie das Laufwerk / Volume / Partition defragmentieren. Sieht alles blau und grün aus, so braucht diese Volume nicht defragmentiert werden. Alles ist in Ordnung. Mit der Schaltfläche Bericht erhalten Sie eine genaue Auflistung und Übersicht der Überprüfung.
Das Volume / Laufwerk / Partition gleich defragmentieren
Sie müssen nicht unbedingt eine Überprüfung durchführen. Wählen Sie das gewünschte Volume aus und klicken in der Konsole auf Defragmentieren. Nun wird das Volume defragmentiert.
Die Schaltflächen Unterbrechen und Anhalten sollten selbsterklärend sein. Mit Unterbrechen wird die Defragmentierung unterbrochen. Dies ist besonders dann nützlich, wenn Sie kurz noch einige Dinge am PC erledigen müssen. Mit Anhalten wird der Defragmentierungsvorgang angehalten.
Wie oft sollte ein Laufwerk defragmentiert werden
Bei viel benutzten Computern sollte eine Defragmentierung einmal pro Woche durchgeführt werden. Somit können die Zeiten zur Defragmentierung kurz gehalten werden und benötigen nicht Unmengen an Zeit.
Selten genutzte Computer können einmal im Monat defragmentiert werden.
Was oder wie geht eine Defragmentierung vor
Während der Defragmentierung werden Dateien und Daten, die zusammen gehören, auch zusammen bzw. hintereinander geschrieben. Dazu überprüft die Defragmentierung erst einmal, welche Dateien sich auf dem Volume befinden, welche zusammen gehören und wo diese am besten auf dem Volume / Partition hingeschrieben werden können. Dabei wird auch auf die einzelnen Unterschiede der Dateien geachtet, wie zum Beispiel Programmdateien, Systemdateien oder einfache Microsoft Word-Dokument-Dateien. Zu dem wird noch unterschieden, in häufige und selten benutzte bzw. selten geänderte Dateien. Systemdateien, Programmdateien und selten veränderte Dateien werden an den Anfang des Volumens geschrieben und häufig veränderte oder geänderte Dateien werden dabei in die Mitte bzw. an des Ende des Volumes geschrieben. Somit können Programme schneller gestartet werden, da beim Lesen des Volumes die Daten am Anfang stehen und schnell gefunden werden.
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