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W e r b u n g

Server Geschwindigkeit testen und messen von Webseiten

Wenn man den Verdacht hat, dass Webseiten zu langsam auf den Servern von Webhostingprovidern laufen oder die Serververbindung zum Internet zu langsam scheint, dann kann man die Geschwindigkeit messen und testen...

Nicht immer läuft alles so, wie man es sich vorstellt. Im Alltag eines Webmasters hat man es manchmal schon einmal schwer! Hier laufen einmal einige Skripte nicht oder die Skripte, die man lokal auf seinem eigenen Server erstellt und getestet hat laufen dann im Internet auf dem eigentlichen Webserver nicht. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die einen Webmaster zur Verzweiflung bringen können.

 

Eine der Möglichkeiten ist zum Beispiel, wenn die eigenen Internetseiten nur sehr langsam sich in einem Browser öffnen lassen. Wer mit seiner eigenen Internetseite oder seinen eigenen Internetseiten kein Geld verdienen muss, der wird sich sicherlich kaum darüber Gedanken machen. Was aber, wenn man mit der eigenen Internetseite sein tägliches Brot verdienen muss und dann die Webserver des Webhosting Providers nur schlecht zu erreichen sind oder die Webserver einfach nicht genügend Power haben, um die geforderten Anfragen rechtzeitig zu verarbeiten?

 

Nicht immer liegt jedoch das Problem beim Webhostingprovider! manchmal kann es auch sein, dass einfach nur die Internetverbindung selber schlecht ist oder Knotenpunkte zu langsam reagieren. Auch in einem solchen Fall lassen sich dann schon einmal Webseiten nur langsam öffnen. Betrifft es jedoch nur die eigene Webseite und nicht anderen Webseiten auf anderen Servern, dann sollte man sich einmal Gedanken darüber machen.

 

Leider hat man nicht immer die Möglichkeit, genaue Messungen über die Geschwindigkeit des Webservers vorzunehmen oder zu testen, wie schnell man den jeweiligen Webserver über das Internet erreichen kann. Allerdings bietet Windows einige kleine Zusatzprogramme beziehungsweise Befehle für die Eingabeaufforderung, mit denen sich zumindest annähernd die Antwortzeiten der jeweiligen Webserver messen lassen.

 

Vor einiger Zeit hatte ich selber einmal ein solches Problem! Meine Internetseiten wurden nur sehr langsam im Browser geladen und das Arbeiten war eigentlich schon fast unmöglich damit. Also habe ich mich einmal aufgemacht, herauszufinden, woran es liegen könnte.

 

Als erstes habe ich die Eingabeaufforderung von Windows gestartet. Dazu klickt man in der Taskleiste auf Start und anschließend auf Ausführen. Hier gibt man nun cmd ein und drückt die Entertaste. Windows startet damit das Fenster der Eingabeaufforderung.

 

Mit dem Ping Befehl die Antwortzeiten herausfinden

An der Eingabeaufforderung gibt man nun ping und den jeweiligen Domänennamen ein. In unserem ersten Beispiel war es die Domänen www.screen4dream.de:

 

C:\Users\Holger>ping www.screen4dream.de

 

Ping wird ausgeführt für www.screen4dream.de [82.165.200.99] mit 32 Bytes Daten:

Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=413ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=408ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=409ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=401ms TTL=55

Ping-Statistik für 82.165.200.99:
  Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
  (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
  Minimum = 401ms, Maximum = 413ms, Mittelwert = 407ms

 

Betrachtet man sich nun einmal die Zeitangabe, so lässt sich schnell herausfinden, dass die jeweilige Webseite einfach zu langsam im Internet antwortet. Werte zwischen 400 und 413 ms sind einfach zu langsam. Nun stellte sich die Frage, ob es nur diese Webseite ist, die dieses Problem verursacht oder ob es auch eine andere Internetseite von mir ist. Dazu habe ich dann den gleichen Befehl nochmals ausgeführt, allerdings jedoch mit einem anderen Domänennamen.

 

C:\Users\Holger>ping www.its05.de

Ping wird ausgeführt für www.its05.de [82.165.200.99] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=352ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=362ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=352ms TTL=55
Antwort von 82.165.200.99: Bytes=32 Zeit=350ms TTL=55

Ping-Statistik für 82.165.200.99:
  Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
  (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
  Minimum = 350ms, Maximum = 362ms, Mittelwert = 354ms

 

 

Diesmal war es dieser Webseite, www.its05.de, selber. Auch hier waren die Antwortzeiten für diese Webseite viel zu hoch und somit reagierte die Webseite in den Browser nur sehr träge und zum Teil überhaupt nicht.

 

Jetzt bestand natürlich noch die Möglichkeit, dass es allgemein an der Internetverbindung liegen könnte. Daher habe ich einmal einen ping auf die Webseite von Google gemacht.

 

C:\Users\Holger>ping www.google.de

Ping wird ausgeführt für www.l.google.com [74.125.39.99] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 74.125.39.99: Bytes=32 Zeit=30ms TTL=55
Antwort von 74.125.39.99: Bytes=32 Zeit=30ms TTL=55
Antwort von 74.125.39.99: Bytes=32 Zeit=29ms TTL=55
Antwort von 74.125.39.99: Bytes=32 Zeit=29ms TTL=55

Ping-Statistik für 74.125.39.99:
  Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0
  (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
  Minimum = 29ms, Maximum = 30ms, Mittelwert = 29ms

 

Sieht man sich jetzt die jeweiligen Antwortzeiten an, so erkennt man, dass die Antwortzeit etwa 30 ms für die Webseite von Google benötigt. Das sind Zeiten, mit denen auch ein Webmaster durchaus leben kann und auch garantieren, dass Internetnutzer die Webseite nicht verlassen, weil sie zu langsam im Browser geladen wird.

 

Nun stellte sich natürlich die Frage, wo denn genau die Schwachstelle für die zu langsamen Webseiten beziehungsweise für die zu hohen Antwortzeiten liegt. Dazu verwendet man einen weiteren Befehl in der Eingabeaufforderung.

 

Mit dem Befehl tracert die Schwachstellen für einen zu langsamen Webseitenaufruf herausfinden

Um nun die Schwachstellen herauszufinden, warum eine Webseite zu langsam antwortet beziehungsweise aufgerufen werden kann, kann man sich einem Befehl bedienen, den vielleicht einigen noch aus dem Bereich Netzwerktechnik bekannt ist.

Mit dem Befehl tracert / tracertroute und Domänennamen lässt sich herausfinden, welche Stationen sich vom eigenen Computer bis hin zum Webserver, auf dem die eigene Internetseite liegt, befinden. Zudem kann man noch herausfinden, welche dieser Positionen die hohen Antwortzeiten zu Verantworten hat.

 

In diesem Beispiel habe ich einen tracert auf www.its05.de gesetzt.

 

C:\Users\Holger>tracert www.its05.de

Routenverfolgung zu www.its05.de [82.165.200.99] über maximal 30 Abschnitte:

 1  <1 ms  <1 ms  <1 ms fritz.box [192.168.100.10]
 2  17 ms  18 ms  17 ms dslb-088-077-112-001.pools.arcor-ip.net [88.77.112.1]
 3  17 ms  17 ms  17 ms 145.254.9.169
 4  21 ms  21 ms  20 ms 92.79.213.122
 5  206 ms  190 ms  183 ms 92.79.239.90
 6  138 ms  141 ms  137 ms te-2-3.bb-d.bs.kae.de.oneandone.net [212.227.120.29]
 7  127 ms  126 ms  134 ms ae-5.gw-dista-a.bap.rhr.de.oneandone.net [212.227.122.1]
 8  126 ms  124 ms  124 ms vl-1991.gw-ps11.bap.rhr.de.oneandone.net [217.160.127.79]
 9  133 ms  126 ms  126 ms kundenserver.de [82.165.200.99]

Ablaufverfolgung beendet.

 

In den orangemarkierten Bereichen kann man schön erkennen, wie hoch die einzelnen Antwortzeiten der jeweiligen Router oder Server sind. Betrachtet man die Punkte 1-4, so kann man unter Punkt 1 schon einmal erkennen, dass der Fehler nicht am DSL Anschluss lag. Hier lag die Antwortzeit des DSL Routers frit.box bei 1 ms. Auch die Gegenstelle für den DSL Anschluss antwortete recht zügig. Ab Punkt 5 änderte sich das jedoch recht schnell. Die Antwortzeiten gingen zum Teil bis 206 ms hoch.

 

Bei einigen Einträgen kann man dahinter erkennen, um welchen Server oder Knotenpunkt es sich handelt. Unter Punkt 2 erkennt man zum Beispiel, dass es sich um einen Knotenpunkt von Arcor handelt. Findet man keine Namensangaben, sondern nur eine IP-Adresse, so kopiert man sich diese oder tippt diese in eine Suchmaschine im Internet ein. So bekommt man relativ schnell Auskunft darüber, um welchen Anbieter es sich handelt. Die ersten Verzögerungen treten bei der IP-Adresse 92.79.239.90 unter Punkt 5 auf. Sucht man nun im Internet nach dieser IP-Adresse, so kommt man schnell dahinter, dass diese zu Arcor gehört oder gehörte. Ab dem Punkt, wo die ersten Verzögerungen auftreten, verzögern sich auch alle dahinter liegenden Antwortzeiten.

 

Somit war ersichtlich, dass es nicht der Webhostinprovider und die Webserver waren, die Probleme verursachten, sondern ein Knotenpunkt / Server / Router im Internet.

 

Sicherlich gibt es noch andere Programme und Möglichkeiten, mit denen man die Geschwindigkeit und Erreichbarkeit von Webseiten oder Webservern messen kann. Dieses Beispiel soll nur einmal zeigen, wie man schnell, ohne großen Aufwand und relativ leicht eine Diagnose selber durchführen kann.

 

 

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 © 2003 - 2013, ITS05 & Screen4Dream, Holger Külgen